Die internationalen Reaktionen auf den neuartigen Coronavirus, wie Einreiseverbote, Grenzschließungen oder Quarantänemaßnahmen verändern aktuell unser gesellschaftliches und berufliches Miteinander.

Der offiziellen Empfehlung der Bundeskanzlerin Angela Merkel, folgte auch eine Empfehlung des Bundesgesundheitsministers, wenn möglich die Arbeit im Home Office zu verrichten und soziale Kontakte weitestgehend einzustellen. Dabei geht es in erster Linie darum, die Infektionsrate abzubremsen und das Gesundheitssystem dadurch zu entlasten.

“Wichtig ist, es dem Virus schwer zu machen, sich schnell zu verbreiten. [...] Dazu gehört unsere Empfehlung, auf unnötige Kontakte, auf unnötige Reisen zu verzichten zum Beispiel. Dazu gehört die Empfehlung, da wo es geht mit dem Arbeitgeber über Heimarbeit, Home Office zu reden. Ärzte, Pfleger, Sanitäter, Apotheker können nicht ins Home Office gehen. Sie sind diejenigen, auf die wir uns alle verlassen, wenn wir krank werden. Wir können sie dabei unterstützen: indem wir, wann immer möglich, zuhause bleiben.”

— Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Flexible Arbeitszeitmodelle und Arbeitsorte sind bereits seit langem ein wichtiges Thema in der Geschäftswelt. Viele Unternehmen sehen sich nun aber durch den plötzlichen „Umsetzungszwang” eines Home-Office-Systems in einer völlig neuen Situation.

Wie gelingt es Unternehmen, wichtige Faktoren des Zusammenarbeitens wie die Produktivität, Leistungsfähigkeit und die Vermittlung der Unternehmenskultur in dieser und ähnlichen Situationen zu sichern?

Videokonferenzen als Lösungsansatz

Um trotz aktueller Umstände effektiv am heimischen Arbeitsplatz arbeiten zu können braucht es meist nicht viel – ein internetfähiger Laptop und WLAN reichen meist aus. Auch eine Meeting-Software, wie Skype oder Google Meet ist schnell eingerichtet und einfach zu benutzen.

Einen entscheidenden Nachteil haben diese Lösungen zur Zusammenarbeit aber: die Interaktionsmöglichkeiten fehlen. Klar kann man in den Chat tippen, den Bildschirm teilen oder gemeinsame Videos ansehen. Aber löst das wirklich die aktuelle Herausforderung vieler Unternehmen?

Brainstormings, Teammeetings und Produktentwicklungen brauchen einen freien Raum zur Visualisierung. Dieser ist durch Bildschirmübertragungen aber oftmals ineffizient oder schlichtweg nicht realisierbar. Wie können Mitarbeiter also „physisch” zusammenarbeiten, ohne wirklich vor Ort zu sein?

Meetings in Virtual Reality

Mit VR-Meetings arbeiten Sie ortsunabhängig in einem dreidimensionalen Raum zusammen. In dieser virtuellen Umgebung werden Sie und Ihre Kollegen dann durch individualisierbare 3D-Avatare dargestellt.

Ähnlich wie bei einem Videochat können sich die anwesenden Personen so sehen und über das integrierte Mikrofon der VR-Brille miteinander kommunizieren. Zugegeben, das alles ist auch in einem Videochat möglich. Was also ist der entscheidende Vorteil eines VR-Meetings? Kurz gesagt: die Interaktionen mit der Umwelt.

Mitarbeiter können im virtuellen Raum herumlaufen und dabei Objekte greifen, verändern und Ihre Perspektive darauf frei wählen. In Virtual Reality können Elemente wie Whiteboards, Bildschirme und CAD-Modelle nicht nur als 3D-Objekte visualisiert werden, sondern zusätzlich mit bekannten oder völlig neuen Funktionalitäten versehen werden.

Beschreib oder beklebbare Wände und Böden. Scrollbare Fenster und Whiteboards. In VR sind der produktiven Zusammenarbeit keine Grenzen gesetzt. Räume können genau so gestalten werden, wie Sie es benötigen und dabei mit allen notwendigen Funktionalitäten und Interaktionsmöglichkeiten ausgestattet werden.

Ob als Nachbildung Ihres physischen Meetingraums oder als fiktive Umgebung spielt dabei keine Rolle. In der virtuellen Umgebung können sich alle Anwesenden je nach Szenario frei im Raum bewegen oder an festen Positionen im Raum (z. B. Stühle um einen Meetingtisch) fixiert werden.

“Entwicklungen, wie der Netzausbau mit 5G werden zukünftig sogar dafür sorgen, dass VR-Meetings auch außerhalb des WLAN-Netzwerks durchführbar sein werden. So können VR-Meetings auch im Vertrieb Ihres Unternehmens eingesetzt werden.”

Produktentwicklung in Virtual Reality

Neben der Logistik und der Produktion ist im produzierenden Gewerbe auch die Produktentwicklung ein wichtiger Bestandteil der Wertschöpfungskette, der in dieser oder vergleichbaren Situationen immer schwerer ohne physische Anwesenheit realisierbar ist.

In VR können Objekte, Produkte und Prototypen realitätsnahe und in Lebensgröße greifbar gemacht werden. Meist vorhandene Daten, wie CAD-Daten können in die Anwendung geladen werden. Mittels Kopfbewegungen können Betrachter dann, wie auch im realen Leben, die Perspektive darauf wechseln und mit Controllern Änderungen oder Markierungen am 3D-Objekt vornehmen.

Mit einem virtuellen Modell eines materiellen oder immateriellen Objekts in VR, können dessen Eigenschaften und das Verhalten in unterschiedlichen Bedingungen dargestellt und so besondere Einblicke gewonnen werden. Dadurch können Unternehmen neben kosten- und zeitintensive Prototypen auch direkte Entwicklungszeit einsparen, was zu für eine schnellere Markteinführung sorgen kann.

Übrigens: Auch im Vertrieb können Sie mit VR Ihr gesamtes Produktportfolio überall auf der Welt mit nur einer Brille auf eine innovative Art und Weise präsentieren.

Sozialer Kontakt und Unternehmenskultur

Soziale Kontakte können das Immunsystem stärken und vor Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen, samt ihren körperlichen Folgen, schützen. Diesen wichtigen Teil unserer heutigen Gesellschaft wegzulassen birgt also durchaus auch Risiken.

So fällt neben dem physischen Kontakt zu Freunden und der Familie auch der Kontakt mit den Arbeitskollegen in der Mittagspause oder dem Hin- und Rückweg weg. Virtuelle Meetings können in diesen Zeiten dabei helfen, eine neue soziale Plattform für ein Gemeinschaftsgefühl aufzubauen. 

Dabei spielen natürlich auch Elemente wie der Spaßfaktor, Gamification und die Innovationskraft die Ihr Unternehmen dadurch ausstrahlt eine große Rolle für die interne und externe Kommunikation.

Zusammengefasst: Die Vorteile von VR-Meetings

  • Zeit- und Reisekosten können eingespart werden
  • neue Agilität und Flexibilität durch Unabhängigkeit von veränderten Bedingungen 
  • grenzenlose Interaktionsmöglichkeiten
  • realitätsnahe Darstellung realer oder entstehender Objekte/Produkte
  • Gemeinschaftsgefühl und Unternehmenskultur vermitteln
  • durch hohe Benutzerfreundlichkeit einfach nutzbar
  • Kosten für VR-Brillen sinken weiter während sich die Technologie entwickelt

“VR-Meetings sind in Zeiten der Digitalisierung eine langfristige Lösungen, die nicht nur in der Corona-Krise einige Vorteile für kosteneffizientes und effektives Zusammenarbeiten bieten.”

Haben Sie Fragen oder Ideen zu einer individuellen VR-Lösung für Ihr Unternehmen? Sprechen Sie mich oder mein Team gerne darauf an. Wir beraten, konzipieren und realisieren alles rund um das Thema VR-Lösungen für Ihren individuellen Bedarf. Gerne senden wir Ihnen auch Beispiele für VR-Meetings zu.

Finden wir gemeinsam heraus, wie Virtual Reality Ihrem Unternehmen helfen kann.