Unsere Hände spielen eine große Rolle bei der Interaktion mit unserer Umwelt. Wir kommunizieren mit Gesten oder greifen bzw. manipulieren Gegenstände und Objekte. Neue Technologien dieses Jahrhunderts, wie Smartphone-Displays haben bereits die Art- und Weise verändert, wie wir mit modernen Medien interagieren.

Virtual Reality ließ sich bislang ausschließlich durch Controller (Fernbedienungen) steuern. Diese simulierten dann die eigenen Hände in der virtuellen Welt und verleihen diesen mittels Buttons und Sticks weitere Funktionalitäten.

Facebook stellte nun eine erste Version des Handtrackings auf der portablen VR-Brille „Oculus Quest” vor, die Nutzern erlaubt, Anwendungen und Menüs ohne Controller steuern zu können. Welche konkreten Mehrwerte dies mit sich bringt und wie Unternehmen davon profitieren können erfahren Sie in diesem Artikel.

Wie funktioniert VR-Handtracking?

Künstliche Intelligenz macht Handtracking in Virtual Reality möglich. Durch Videomaterial (Aufzeichnung von Handbewegungen verschiedener Personen) trainierte Facebook einen KI-Algorithmus darauf die menschlichen Hände anhand bestimmter Orientierungspunkte zu erkennen. Dabei identifiziert der Algorithmus der Software u. a. Finger, Fingerspitzen und Gelenke im Sichtfeld der Brille.

Aus diesen Schlüsselpunkten erstellt die Software dann ein dreidimensionales Modell der Hand und überträgt dieses auf die Brille. Veränderungen der Position der Schlüsselpunkte werden als Bewegung simuliert, sodass dadurch auch bestimmte Gesten erkannt und mit einer bestimmten Funktion verknüpft werden können.

Mehrwerte von Handtracking in VR für Unternehmen

1. Weniger Platzverbrauch durch VR-Hardware

Der offensichtlichste Vorteil ist das Wegfallen benötigter Hardware: des Controllers. Das macht die Brille nicht nur noch einfacher zu transportieren, sondern auch deutlich autarker. Nutzt man die Brille im Außendienst oder auf Messen macht man sich unabhängiger vom Verlust oder der Beschädigung der Controller. 

“Es wird zukünftig also nur die VR-Brille benötigt, um Ihre potentiellen Kunden zu überzeugen oder Prozesse im Unternehmen zu optimieren.”

2. Intuitive Bedienung ermöglicht leichteren Einstieg in die Technologie

Durch die vielen Möglichkeiten und Bedienmöglichkeiten mittels Knöpfen und Sticks am Controller ergeben sich viele Vorteile. Manchmal aber auch zu viele. Auf den ersten Blick kann die ungewohnte Bedienung überfordernd und dadurch abschreckend wirken. Durch das Handtracking ermöglicht man mit wenigen Gesten ähnliche Funktionalitäten. Dies macht die Interaktion künftig noch einfacher und intuitiver. Für komplexere Anwendungen sind und bleiben Controller aber auf weiterhin verfügbar und nutzbar.

3. Immersiveres und emotionaleres VR-Erlebnis

Je weniger Hürden, desto besser. Controller werden aufgrund Ihrer Komplexität in Virtual Reality eher als störendes Element wahrgenommen. Die direkte Übertragung eines für Menschen essentiellen Körperteils in die virtuelle Welt ermöglicht ein deutlich immersiveres Erlebnis. Man sieht nun „seine eigenen Hände” präzise in der virtuellen Welt und kann so direkter (durch ein natürliches Tool) mit der Umwelt interagieren ohne den Zwischenschritt eines Controllers.

Anwendung von VR-Handtracking

1. Interaktion und Menüführung 

Für viele Menschen sind VR-Anwendungen ein neues Medium, weshalb eine Menüführung in der neuen Welt erstmal schwerer zu verstehen ist als bei herkömmlichen Medien wie Smartphones. Der Vorteil von Handtracking ist, dass Nutzer mit vordefinierten Gesten ihre Hand und Fingerbewegungen nutzen können die sie in bekannten Medien wie Smartphones bereits erlernt haben. Dazu zählen beispielsweise das Swipen nach oben und unten zum Scrollen, das Greifen nach Objekten, Drehen der Hand für einen Perspektivwechsel oder Tippen mit Fingern zur Auswahl.

2. Konfiguratoren: Produkte zum Greifen nah

Mit den eigenen Händen kann man direkt mit Elementen oder Objekten in der virtuellen Welt interagieren. Produkte können direkt angefasst, gedreht oder in der Form und Farbe verändert werden. So können Ihre Kunden Ihre gesamte Produktwelt an jedem Ort der Welt realistisch und hautnah mit „ihren eigenen Händen” erleben.

3. Trainings und Onboardings mit VR

In Virtual Reality Anwendungen können ganze Maschinen oder Abläufe simuliert werden. Dies findet nicht nur Einsatz im Marketing und Vertrieb, sondern kann auch im Training und Onboarding eine nachhaltige Botschaft vermitteln während gleichzeitig Kosten und Risiken vermindert werden können.

“Neue und bestehende Mitarbeiter können so effektiv und effizient eingearbeitet und weitergebildet werden.”

Fazit: Intuitiver, intensiver, immersiver

Handtracking macht VR-Brillen noch autarker. Zukünftig werden keine Controller mehr gebraucht um ein emotionales und direktes VR-Erlebnis zu visualisieren. Interaktionen mit der Umwelt fühlen sich intuitiver an und zukünftig wird haptisches und termales Feedback ein neues Zeitalter der Immersion schaffen. Diese Mehrwerte machen Virtual Reality zu einem noch autarkeren und mächtigeren Tool für Ihre Firma. Die Experten unserer Virtual Reality Agentur zeigen Ihnen gerne in einem persönlichen Termin, die Vorteile und Einsatzgebiete dieser Technologie für Ihr Unternehmen. Lassen Sie sich von unseren Branchenexperten zu Ihrem Einsatzgebiet beraten.

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