Virtual Reality ist keinesfalls eine Erfindung des 21. Jahrhunderts. Bereits im Jahr 1932 ging der amerikanische Wissenschaftler Edwin Land mit seiner Erfindung des Polarisationsfilters den ersten Schritt in Richtung VR. Mit dieser Technik lassen sich zwei Bilder zusammenführen, die aus verschiedenen Blickwinkeln aufgenommen wurden.

Auch heute noch wird diese Technik in VR-Brillen eingesetzt und stetig weiterentwickelt. Aber erst seit 7 Jahren ist Virtual Reality ein richtiger Begriff für die meisten geworden. Zuvor noch als Forschungsprojekt deklariert, ging VR im Jahr 2012 den ersten Schritt, als marktfähige Technologie allmählich  aus der Nische zu entwachsen.

Zukünftige Entwicklung des Virtual-Reality-Markts

Im Jahr 2018 wurde laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC alleine in Deutschland ein Umsatz von über 115 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Zuwachs von 38 % im Vergleich zum Vorjahr. Dabei spielten neben VR-Spielen auch 360 Grad Videos und VR-Anwendungen eine immer wichtigere Rolle.

Mit einem jährlichen Wachstum von durchschnittlichen 19,2 % rechnet PwC bereits im Jahr 2023 mit einem Marktvolumen von rund 280 Millionen Euro. Knapp die Hälfte dieses Volumens bildet sich mit 145 Millionen Euro aus VR Games während sich die andere Hälfte aus VR-Videos und -Applikationen mit einem Umsatz von 135 Millionen Euro zusammensetzt.

Wachstumsprognose des Virtual Reality Markts von 2016 bis 2023

Weltweit entsprach das Umsatzvolumen von Virtual Reality im Jahr 2016 noch rund 1,8 Milliarden Euro. Dieser Wer wird im Jahr 2023 bereits auf 24,5 Milliarden Euro geschätzt. Damit ist Virtual Reality auch im weltweiten Vergleich eine der am schnellsten wachsenden zukunftsorientierten Technologien.

Günstigere und benutzerfreundlichere VR-Hardware

Ein wichtiger Faktor für diese positive Entwicklung sind sinkende Kosten und die steigende Benutzerfreundlichkeit der Hardware. Die bislang hohen Kosten für die notwendigen Hardware-Komponenten verhinderten bislang den Durchbruch von Virtual Reality im Endkundengeschäft.

Heute können sich immer mehr Menschen ein VR-Headset leisten. Für bereits 450 Euro bekommt man heute ein hochwertiges VR-Headset. Facebook setzt dabei mit der neuen Oculus Quest nicht nur neue Maßstäbe im Preis, sondern überzeugt auch durch eine gute Optik, die bislang nur mit teurer Hardware realisiert werden konnte.

Ein weiterer wichtiger Entwicklungsfaktor ist die Benutzerfreundlichkeit der Hardware. Viele VR-Headsets sind nicht mehr kabelgebunden und lassen sich komfortabel in einer kleinen Tasche transportieren. Dies ermöglicht auch völlig neue Einsatzmöglichkeiten für Unternehmen aus verschiedenen Branchen und Industrien. So können Vertriebsmitarbeiter ihre Produkte und Dienstleistungen in Verkaufsgesprächen oder auf Messen überall auf der Welt präsentieren.

“Mit zunehmendem Konkurrenzdruck dürften die Preise in den nächsten Jahren weiter sinken – eine Entwicklung, die von den Gaming-Anbietern registriert wird.”

— Werner Ballhaus, PwC Deutschland

Facebook investiert Milliarden in VR und AR

Der Facebook CEO Mark Zuckerberg sieht in Virtual Reality einen riesigen Markt. Bereits im Jahr 2014 kaufte das Unternehmen das Start-up Oculus VR für 2 Milliarden US-Dollar. Mit zusätzlich 700 Millionen US-Dollar für Mitarbeiterbindung und 300 Millionen US-Dollar für Meilensteine eine Gesamtinvestition von 3 Milliarden US-Dollar.

Und die Pläne des Facebook-Chefs sind damit nicht vorbei. Das Unternehmen plant in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich nochmal über 3 Milliarden US-Dollar zu investieren, um Virtual Reality Hunderten von Millionen Nutzern zugänglich zu machen. Mit dem neuen Facebook Spaces, einem virtuellen Raum in dem man sich virtuell mit Freunden treffen kann und VR-Games will das Unternehmen zukünftig Millionen Konsumenten begeistern.

Für Unternehmen bietet sich daraus das Potential, Massen mit einer neuen Werbeplattform zu begeistern. Auch im Bereich Marketing und Vertrieb können VR-Anwendungen auf Messen oder Verkaufsgesprächen zur Kunden- und Partnergewinnung eingesetzt werden. Dabei verschmelzt die Realität immer weiter mit der virtuellen Immersion, was Produktpräsentationen zu einem emotionalen und nachhaltigen Erlebnis macht.

Fazit

Was vor ein paar Jahren noch eine Nische war, wird sich in den nächsten Jahren allein in Deutschland zu einem 280 Millionen Euro Markt entwickeln. Das Potential was sich daraus für Unternehmen aus verschiedenen Branchen und Industrien ergibt ist beinahe grenzenlos. Lassen Sie sich von unseren Branchenexperten zu Ihrem Einsatzgebiet beraten.

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