Das Abenteuer Entrepreneurship

Interview mit Marc Forstmann über seine Erfahrungen und Learnings als Gründer und das "Abenteuer Entrepreneurship"

„Ich möchte immer ein Lernender bleiben“

München, im Juli 2017.

Marc Forstmann ist Mitgründer und Geschäftsführer der inside360 GmbH, einem der reichweitenstärksten Unternehmen im Bereich Virtual Reality weltweit. Mit seinem Team produziert er VR-Filme, -Commercials und -Anwendungen für namhafte Unternehmen und Organisationen. Wir sprachen mit ihm über seine Erfahrungen und Learnings – und über das Abenteuer Entrepreneurship.

Was haben Sie im Laufe des Gründungsprozesses gelernt?

… dass man im Leben für alles, was man erreichen will, einen gewissen Preis zahlen muss. Das kann zum Beispiel sein, auch mal 14 Stunden oder länger am Tag zu arbeiten, sich auf eine Bühne vor Publikum zu stellen oder sonst irgendetwas zu tun, das einen aus der eigenen Komfortzone bringt oder einem vielleicht sogar Angst macht.

Was hat Ihnen besonders geholfen?

Ich habe erfahren, wie wichtig es ist, sich mit Menschen zu umgeben, von denen man etwas lernen kann und die einen inspirieren. Startup-Veranstaltungen sind auch eine gute Gelegenheit, um Menschen kennen zu lernen, die so denken wie man selbst. Außerdem war und ist Lesen wichtig für mich – am Ende bestimmen Dein Wissen und Deine Persönlichkeit Deinen Wert für die Gesellschaft.

Wie erreichen Sie Ihre Ziele?

Ich mache lieber kleine Schritte, die mich motivieren, als einen riesigen Schritt – und dann womöglich zu scheitern. Für mich folgt auf den ersten Schritt der zweite und dritte, wie beim Domino-Effekt. Das bedeutet: Ein einzelner Domino-Stein kann rein physikalisch einen 50% größeren umwerfen und so weiter. Das erlebe ich auch in meinem Alltag: Mit der Zeit kann man immer größere Schritte machen.

Ist Disziplin eine Voraussetzung für Erfolg?

Absolut. Bei mir kommt die Disziplin durch den Sport – jeden Morgen mache ich Sport und ziehe das konsequent durch. So lernt man auch Durchhaltevermögen für den Beruf. Eigentlich gilt das für jeden Bereich des Lebens: Man muss etwas dafür tun, wenn man etwas Bestimmtes erreichen oder Erfolg haben will.

Haben Sie so etwas wie einen Leitsatz?

Ich sage mal ganz provokativ: „Good artists copy, great artists steal“. Für mich bedeutet das, nicht zu versuchen, gleich die Welt neu zu erfinden, sondern zu schauen, was bereits gut funktioniert. Wie kann ich etwas Gutes für mich adaptieren und wie Dinge so anders gestalten, dass sie meinen Zielen und Vorstellungen entsprechen?

Gibt es etwas, das Sie im Nachhinein anders machen würden?

Ich hätte gern eher verstanden, dass es letztlich darum geht, sein Leben lang Student zu bleiben. Das heißt, die Meinung anderer ist wichtiger als meine eigene, wenn ich etwas dazulernen will. Aber ich gebe umgekehrt auch gern etwas von meinem Wissen und meinen Erfahrungen weiter. Bevor man etwas bekommen kann, gibt man.

Wie gehen Sie mit negativen Gedanken oder Misserfolgen um?

Es mag sich komisch anhören, aber meistens habe ich – wenn ich mir über negative Dinge Gedanken mache – nicht genug zu tun. Man sollte prinzipiell versuchen, immer die Chance zu sehen, anstatt die Zeit mit negativen Gedanken zu verschwenden. Das ist zwar nicht immer einfach – aber nach einer gewissen Zeit klappt’s doch immer besser. Man stellt sich darauf ein.

… und das „Abenteuer Entrepreneurship“?

Mein persönliches Abenteuer hat mit 15 Jahren begonnen, als ich mein erstes Unternehmen gegründet habe. Es geht darum herauszufinden, mit welchen Themen man sich beschäftigen, wie man seinen Alltag verbringen, mit welchen Menschen man sich umgeben will – und dann eine Idee, ein Business zu finden, das einem dabei hilft, diese Ziele zu erreichen. Geld zu verdienen, ist das eine, das andere ist, etwas zu tun, das einen tieferen Sinn hat: eine echte Lebensaufgabe und nicht nur ein Job.

Für weitere Informationen & Bildmaterial

inside360 GmbH
Britta Fey-Kögl
Telefon: 0 88 07 / 2 14 30 – 0
E-Mail: presse@inside360.tv
Website: inside360.tv / marcforstmann.com

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